Inhaltsverzeichnis
Die Umgebung
Auf der grünen Wiese
Als das Freidorf gebaut wurde, gab es in der näheren Umgebung einige wenige Bauernhäuser, eine Kiesgrube,
eine Gärtnerei - und ansonsten viele Felder und Wiesen.
Erst 1935 begann die Gemeinde Muttenz, dieses Gebiet zu
erschliessen, und erweiterte die vom Freidorf gebaute Kanalisation. In den Jahren 1949 bis 1951 entstanden die benachbarten Überbauungen «Auf der Schanz», «Donnerbaum» und
«Schweizerau». Die neue Postfiliale, eine Apotheke und
andere Geschäfte, die in der Umgebung entstanden, machten
bisherige Einrichtungen im Freidorf überflüssig.
Erntearbeiten im Nordosten des Freidorfs; Photo: Berty Stoll, 1941
Die Tramlinie
Für das Freidorf war eine Anbindung an das Tramnetz sehr
wichtig. Allerdings endeten die Tramgeleise im Jahre 1919
beim Schänzli, etwa 600 Meter vom Freidorf entfernt.
Es bestand aber bereits ein Projekt, diese Tramlinie bis nach Liestal zu verlängern, die «Überlandbahn». Der VSK1) beteiligte sich finanziell an diesem Projekt. Im Januar 1921 konnte die erste Teilstrecke vom Schänzli bis Muttenz Dorf den Betrieb aufnehmen. Die Strecke folgte von der Birsbrücke her der St. Jakob-Strasse. 1951 wurde sie an den heutigen Ort verlegt, weil die St. Jakob-Strasse verbreitert werden musste.
Tramtrasse an der St. Jakob-Strasse; Photo: Hoffmann, Basel, ca. 1924
Das Verhältnis zur Gemeinde Muttenz
Als die Pläne für eine neue Siedlung für 150 Familien bekannt
wurden, hatte der Gemeinderat zuerst Bedenken. In den
Schulen war nicht genug Platz für so viele Kinder und die
Gemeinde befürchtete hohe zusätzliche Kosten. Das Freidorf
baute aber eine eigene Schule und über die Leistungen
der Gemeinde wurde ein Vertrag abgeschlossen. Nach
anfänglichen zum Teil heftigen Auseinandersetzungen wurde
das Freidorf ein akzeptierter Teil des Dorfs. Manche Freidörfler
engagierten sich in der Gemeinde, so war Hugo Vögtlin von
1936 bis 1961 Mitglied des Gemeinderats.
Landkarte 1929; Bundesamt für Landestopografie
In Kürze
Anzahl Einwohner im Freidorf und in Muttenz2)
