====== Die Umgebung ====== [<>] ---- ===== Auf der grünen Wiese ===== {{:oeffentlich:lernpfad:pasted:20220529-234656.png?300 }} Als das Freidorf gebaut wurde, gab es in der näheren Umgebung einige wenige Bauernhäuser, eine Kiesgrube, eine Gärtnerei - und ansonsten viele Felder und Wiesen. Erst 1935 begann die Gemeinde Muttenz, dieses Gebiet zu erschliessen, und erweiterte die vom Freidorf gebaute Kanalisation. In den Jahren 1949 bis 1951 entstanden die benachbarten Überbauungen «Auf der Schanz», «Donnerbaum» und «Schweizerau». Die neue Postfiliale, eine Apotheke und andere Geschäfte, die in der Umgebung entstanden, machten bisherige Einrichtungen im Freidorf überflüssig. \\ //Erntearbeiten im Nordosten des Freidorfs; Photo: Berty Stoll, 1941// ===== Die Tramlinie ===== {{:oeffentlich:lernpfad:pasted:20220529-234740.png?300 }} Für das Freidorf war eine Anbindung an das Tramnetz sehr wichtig. Allerdings endeten die Tramgeleise im Jahre 1919 beim Schänzli, etwa 600 Meter vom Freidorf entfernt. Es bestand aber bereits ein Projekt, diese Tramlinie bis nach Liestal zu verlängern, die «Überlandbahn». Der VSK((VSK: Verband schweizerischer Konsumvereine, heute: Coop)) beteiligte sich finanziell an diesem Projekt. Im Januar 1921 konnte die erste Teilstrecke vom Schänzli bis Muttenz Dorf den Betrieb aufnehmen. Die Strecke folgte von der Birsbrücke her der St. Jakob-Strasse. 1951 wurde sie an den heutigen Ort verlegt, weil die St. Jakob-Strasse verbreitert werden musste. \\ //Tramtrasse an der St. Jakob-Strasse; Photo: Hoffmann, Basel, ca. 1924// ===== Das Verhältnis zur Gemeinde Muttenz ===== {{:oeffentlich:lernpfad:pasted:20220529-234818.png?300 }} Als die Pläne für eine neue Siedlung für 150 Familien bekannt wurden, hatte der Gemeinderat zuerst Bedenken. In den Schulen war nicht genug Platz für so viele Kinder und die Gemeinde befürchtete hohe zusätzliche Kosten. Das Freidorf baute aber eine eigene Schule und über die Leistungen der Gemeinde wurde ein Vertrag abgeschlossen. Nach anfänglichen zum Teil heftigen Auseinandersetzungen wurde das Freidorf ein akzeptierter Teil des Dorfs. Manche Freidörfler engagierten sich in der Gemeinde, so war Hugo Vögtlin von 1936 bis 1961 Mitglied des Gemeinderats. \\ //Landkarte 1929; Bundesamt für Landestopografie// ===== In Kürze ===== Anzahl Einwohner im Freidorf und in Muttenz((Die Zahlen unbedingt prüfen!)) |Jahr| Freidorf| Muttenz| |1922| 617| ((Jahr 1920)) 3'204| |1932| 590| ((Jahr 1930)) 4'966| |1942| 501| 5'950| |1952| 468| 7'905| |1962| 482| 12'014| |1972| 473| 16'001| |1982| 451| 17'187| |1992| 407| 17'113| |2002| 381| 16'886| |2012| 406| 17'415|