====== Die Wohnalternative ====== [<>] ---- ===== Das Mehrfamilienhaus ===== {{:oeffentlich:lernpfad:pasted:20220529-234140.png?300 }} Das 140 Meter lange Haus, Wohnalternative genannt, gehört zur Siedlungsgenossenschaft Freidorf und ist seit 2006 bewohnt. Es umfasst 50 Wohnungen (von 1 bis 5 Zimmern), die insbesondere auf die Bedürfnisse älterer Menschen und junger Familien zugeschnitten sind. Die Wohnalternative ist das erste Gebäude dieser Grösse in der Nordwestschweiz, das mit dem Minergie-Label ausgezeichnet wurde. Es wurde von den Architekten ROSENMUND+RIEDER in Liestal entworfen und erhielt 2008 den Architekturpreis der Gemeinde Muttenz. \\ //Wohnalternative, die Gartenseite; Photo: Cedric Kegreiss, 2019// ===== Die Geschichte ===== {{:oeffentlich:lernpfad:pasted:20220529-234227.png?300 }} Ende der 60er-Jahre wurde mehr als die Hälfte der Freidorfhäuser von älteren Leuten bewohnt. Gleichzeitig stand das Genossenschaftshaus fast leer. Ein Umbau des Genossenschaftshauses in Alterswohnungen kam jedoch wegen der hohen Stockwerke nicht infrage. Das Freidorf wollte daher das Haus durch einen Neubau mit Alterswohnungen ersetzen. Die Denkmalpflege des Kantons verbot jedoch den Abbruch. Nach zahlreichen Studien des Freidorfs und der Fachhochschule Muttenz startete das Freidorf einen Architekturwettbewerb, aus dem 2006 die Wohnalternative hervorging. \\ //Die Grundsteinlegung, 2005; Photo: Markus Dörig // ===== Von der Kantine zum Laden ===== {{:oeffentlich:lernpfad:pasted:20220529-234305.png?300 }} Ungefähr hier, wo heute der Coop-Laden steht, entstand 1919 eine Kantine mit 200 Plätzen zur Verpflegung der bis zu 600 Arbeiter, die das Freidorf bauen sollten. Pächter war der Wirt des nahe gelegenen Restaurants «Schänzli». Als die Häuser fertig waren, wurde die Kantine als Laden, Lager und Schule genutzt, bis 1924 Schule und Laden ins Genossenschaftshaus verlegt wurden. Das Gebäude diente dann noch als Werkhof, Lager und Feuerwehrmagazin. 1975 wurde es durch den heutigen Coop-Laden ersetzt. \\ //Freidorf, im Vordergrund die Kantine und das Transformatorenhaus, wohl ca. 1930// ===== In Kürze ===== ; Erbaut : 2004-2006 ; Architekten : ROSENMUND+RIEDER, Liestal ; Kosten : rund 20 Millionen Franken ; Grundfläche : 1619 m² Wohnungen in der Wohnalternative: |Zimmer | Anzahl| Fläche\\ m²| |1 | 4| 34| |3½ | 19| 74| |4½ | 26| 95| |5½ | 1| 112|